Striegel verweist auf die Lücke zwischen Versprechen und Wirklichkeit. Im Bitkom Digitalranking steht Sachsen-Anhalt auf Platz 14 von 16 Ländern. Bei Governance und Verwaltung sieht es besser aus, doch bei den verfügbaren digitalen Verwaltungsleistungen liegt das Land laut Dashboard Digitale Verwaltung weiter hinten. „Die Landesregierung redet über Innovation, aber die Bürgerinnen und Bürger erleben zu oft Warteschleife, Papierformular und Behördenpingpong.“
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert einen Neustart für die digitale Verwaltung. Alle Verwaltungsleistungen sollen über einen zentralen Zugang erreichbar sein. Eine App des Landes soll die Schnittstelle zum Amt werden, nutzbar auf Smartphone und Tablet, mit sicheren Schnittstellen, einheitlichen Standards und echter Nutzerfreundlichkeit.
„Digitalisierung ist kein Schaufensterprojekt für Sonntagsreden. Sie ist die Werkbank für ein moderneres Sachsen-Anhalt. Sie spart Wege, Zeit und Nerven. Sie hilft Familien, Unternehmen und Verwaltungen. Dafür braucht es weniger Portalwirrwarr und mehr Klarheit. Unser Land braucht keinen digitalen Anspruch im Standbild, sondern einen Upload für den Alltag“, so Striegel.
„Wenn Sachsen-Anhalt modern denken will, muss Verwaltung modern funktionieren. Glasfaser bis zur letzten Milchkanne ist wichtig. Genauso wichtig ist eine Verwaltung, die auf dem Handy ankommt. Dort sind die Menschen. Dort muss auch der Staat sein.“
