21.05.2026

Demokratiebildung an Schulen stärken.

Grüne fordern mehr Mitbestimmung für Schüler*innen 
In der aktuellen Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt forderte die Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, die Demokratiebildung an Schulen zu stärken und Schüler*innen mehr echte Mitbestimmung im Schulalltag zu ermöglichen. 

„An vielen Schulen wird Demokratie erklärt, aber im Alltag viel zu selten gelebt. Doch Demokratie wird für junge Menschen dort lebendig, wo sie erleben: Meine Stimme zählt. Ich kann mitgestalten. Ich kann etwas bewegen. Genau diese Erfahrung brauchen Schüler*innen in der Schule, wenn wir wollen, dass auf Demokratie vertrauen. Genau so wachsen starke Demokrat*innen. Und genau so wächst eine starke Demokratie“, begründet Susan Sziborra-Seidlitz, bildungspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion, das Anliegen des Antrags. 
 

Die Fraktion setzt sich dafür ein, Demokratiebildung und Beteiligung an Schulen konkret auszubauen. Schüler*innen sollen den Schulalltag aktiver mitgestalten können. Dafür sollen Lehrkräfte und Schulleitungen gezielt fortgebildet werden, damit Beteiligungsformate erfolgreich in Schule umgesetzt werden können.

Gleichzeitig wollen die Grünen die Mitbestimmungsgremien für Schüler*innen stärken: Bereits ab der dritten Klasse sollen Klassenräte und Schüler*innenparlamente eingeführt werden. Diese sollen eigene Budgets erhalten, damit sie selbst Projekte anstoßen und umsetzen können.

Zudem fordern die Grünen die Einführung der Drittel-Parität in der Schulkonferenz, um die Stimme von Schüler*innen und Eltern dort deutlich zu stärken. Ergänzend dazu soll Sozialkunde bereits ab der fünften Klasse verbindlich unterrichtet werden.

„Eltern wollen Schulen, in denen ihre Kinder ernst genommen werden und Demokratie nicht nur aus dem Buch kennenlernen. Und Kinder haben das Recht auf echte Beteiligung. In jedem Alter, auch in der Schule. Gerade in einer Zeit, in der Hass, Hetze und Demokratiefeinde bis auf den Schulhof und ins Handy drängen, brauchen junge Menschen Schulen als Orte der Selbstwirksamkeit, des Respekts und der Mitbestimmung,“ so Sziborra-Seidlitz abschließend.