Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert ein 19-Euro-Ticket für Studierende, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende. Zugleich soll das Deutschlandsemesterticket vom Preis des regulären Deutschlandtickets entkoppelt werden. Damit sollen automatische Preissteigerungen gestoppt und junge Menschen verlässlich entlastet werden.
„Miete, Lebensmittel und Semesterbeiträge steigen. Viele Studierende leben finanziell längst am Limit. Wenn dann auch noch das Ticket jedes Jahr teurer wird, wird aus einem Bildungsweg schnell ein Hindernislauf. Das ist sozial ungerecht und für ein Hochschulland wie Sachsen-Anhalt gefährlich“, so Lüddemann.
Gerade Sachsen-Anhalt ist auf bezahlbare Mobilität angewiesen. Hochschulen, Berufsschulen, Ausbildungsbetriebe und Einsatzstellen liegen oft weit auseinander. Wer im ländlichen Raum lebt, muss häufig pendeln. Ein bezahlbares Ticket ist deshalb kein Extra, sondern Teil der Daseinsvorsorge.
„Junge Menschen sind mobil, weil sie mobil sein müssen. Sie pendeln zur Berufsschule, zum Nebenjob, zur Uni, zum Praktikum oder in den Freiwilligendienst. Wer ihnen diese Wege verteuert, bremst Bildung, Ausbildung und gesellschaftliches Engagement aus“, betont Lüddemann.
Die Grünen sehen in bezahlbarer Mobilität auch einen Standortfaktor. Sachsen-Anhalt braucht Fachkräfte, gut ausgebildete junge Menschen und starke Hochschulstandorte. Wer will, dass junge Menschen hier lernen, arbeiten und bleiben, muss ihnen den Alltag erleichtern.
„Ein 19-Euro-Ticket ist ein klares Signal: Wir nehmen junge Menschen ernst. Wir investieren in Chancen, in Klimaschutz und in die Zukunft unseres Landes. Bildung darf nicht am Fahrpreis scheitern. Ausbildung darf nicht daran scheitern, dass der Weg zur Berufsschule zu teuer wird. Sachsen-Anhalt muss jungen Menschen sagen: Ihr seid hier willkommen, ihr werdet gebraucht, und wir lassen euch nicht mit steigenden Kosten allein.“
