20.01.2026

Kultur verbindet – Kulturempfang 2026

Am 20. Januar 2026 hatten wir zum Kulturempfang „Kultur verbindet“ in die Skybar der SWM in Magdeburg eingeladen. Gemeinsam mit Kulturschaffenden, Engagierten und Gästen aus dem ganzen Land haben wir die Vielfalt der Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt gewürdigt und darüber gesprochen, wie wir sie in herausfordernden Zeiten stärken und schützen können. 

Musikalisch wurde der Abend von der Mittwoch-A-Band untermalt. Die Slammer*innen Muchito und WDP vom Magdeburger MindDrop e. V. brachten in ihren Poetry-Slam-Texten die verschiedenen Arten von Druck zum Ausdruck, die auf Kultur ausgeübt werden.

KI generiert: Eine Band tritt in einem Innenraum auf, wobei der Fokus auf drei Musikern liegt, die Gitarre und Bass spielen und singen. Im Hintergrund sind Instrumente und weitere Bandmitglieder zu sehen.Foto: Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt

Britta Haßelmann, Vorsitzende der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, hielt das Grußwort des Abends. Dabei machte sie deutlich: Theater, Kunst und Kultur sind Lebenselixier. Sie dürfen nicht länger als Erstes gekürzt werden, wenn Kommunen unter Spardruck geraten.

KI generiert: Das Bild zeigt eine Frau, die vor einem Mikrofon an einem Rednerpult steht und spricht. Neben ihr befindet sich ein Schild mit der Aufschrift "Kultur verbindet".Foto: Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt

In der anschließenden Diskussion zum Thema „Kultur unter Druck“ mit Gabriele Schulz (stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Kulturrats) und Regina-Dolores Stieler-Hinz (Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Magdeburg und u. a. Kulturbeigeordnete) ging es um die Freiheit der Kunst, politische Angriffe von rechts und die Frage, wie Kultur als demokratischer Begegnungsraum besser geschützt werden kann. Frau Schulz warb dafür, Kultur als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern, und kritisierte das Ende des KulturPasses als verpasste Chance, kulturelle Bildung für junge Menschen zu fördern. Stieler-Hinz erinnerte daran: Kunst ist Freiheit – und Freiheit ist bedroht. Sie plädierte dafür, Kultur als kommunale Pflichtaufgabe zu definieren oder mindestens eine Kulturpauschale einzuführen.

KI generiert: Das Bild zeigt eine größere Gruppe von Menschen, die bei einer Veranstaltung an Tischen sitzen und applaudieren. Der Raum ist modern beleuchtet und die Tische sind dekoriert.Foto: Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt

Wolfgang Aldag, kulturpolitischer Sprecher unserer Landtagsfraktion, machte sich dafür stark, dass Sachsen-Anhalt mehr Geld für Kultur bereitstellt: Mindestens 1,5 Prozent des Landeshaushalts sollten jährlich für Kultur ausgegeben werden.

KI generiert: Auf dem Bild spricht ein Mann mit einem Mikrofon vor einem Banner von Bündnis 90/Die Grünen, während eine Frau daneben steht und Notizen macht. Der Hauptinhalt des Bildes ist eine Präsentation oder Diskussion im Rahmen einer Veranstaltung der Partei.Foto: Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt

Aus dem Publikum wurden klare Erwartungen formuliert: faire Bezahlung und abgesicherte Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende, auskömmlich finanzierte Räume sowie barrierefreie Zugänge. Und vor allem: weniger Bürokratie durch einfache, digitale Antragswege.

Unser Fazit des Abends: Kultur bewegt, Kultur verbindet. Und Kultur muss erhalten werden.