Musikalisch wurde der Abend von der Mittwoch-A-Band untermalt. Die Slammer*innen Muchito und WDP vom Magdeburger MindDrop e. V. brachten in ihren Poetry-Slam-Texten die verschiedenen Arten von Druck zum Ausdruck, die auf Kultur ausgeübt werden.

Kultur verbindet – Kulturempfang 2026
Am 20. Januar 2026 hatten wir zum Kulturempfang „Kultur verbindet“ in die Skybar der SWM in Magdeburg eingeladen. Gemeinsam mit Kulturschaffenden, Engagierten und Gästen aus dem ganzen Land haben wir die Vielfalt der Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt gewürdigt und darüber gesprochen, wie wir sie in herausfordernden Zeiten stärken und schützen können.

Britta Haßelmann, Vorsitzende der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, hielt das Grußwort des Abends. Dabei machte sie deutlich: Theater, Kunst und Kultur sind Lebenselixier. Sie dürfen nicht länger als Erstes gekürzt werden, wenn Kommunen unter Spardruck geraten.

In der anschließenden Diskussion zum Thema „Kultur unter Druck“ mit Gabriele Schulz (stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Kulturrats) und Regina-Dolores Stieler-Hinz (Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Magdeburg und u. a. Kulturbeigeordnete) ging es um die Freiheit der Kunst, politische Angriffe von rechts und die Frage, wie Kultur als demokratischer Begegnungsraum besser geschützt werden kann. Frau Schulz warb dafür, Kultur als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern, und kritisierte das Ende des KulturPasses als verpasste Chance, kulturelle Bildung für junge Menschen zu fördern. Stieler-Hinz erinnerte daran: Kunst ist Freiheit – und Freiheit ist bedroht. Sie plädierte dafür, Kultur als kommunale Pflichtaufgabe zu definieren oder mindestens eine Kulturpauschale einzuführen.

Wolfgang Aldag, kulturpolitischer Sprecher unserer Landtagsfraktion, machte sich dafür stark, dass Sachsen-Anhalt mehr Geld für Kultur bereitstellt: Mindestens 1,5 Prozent des Landeshaushalts sollten jährlich für Kultur ausgegeben werden.

Aus dem Publikum wurden klare Erwartungen formuliert: faire Bezahlung und abgesicherte Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende, auskömmlich finanzierte Räume sowie barrierefreie Zugänge. Und vor allem: weniger Bürokratie durch einfache, digitale Antragswege.