Bericht des Biodiversitätsrats: Weckruf auch für Sachsen-Anhalt

23.05.2019

Der Landtag hat heute zum globalen Bericht des Biodiversitätsrats debattiert, der Anfang Mai offenbarte, dass etwa eine Million Tierarten vom Aussterben bedroht sind. „Der Bericht muss ein Weckruf für uns Alle sein und wir brauchen uns keiner Illusion hingeben, dass das Artensterben um Sachsen-Anhalt einen Bogen macht“, sagt Wolfgang Aldag, Sprecher für Umwelt- und Naturschutz der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Artensterben ist kein reines Umweltthema. Es wird massive negative Einflüsse auf Wirtschaft, politische Stabilität und sozialen Fragen haben. Die heutigen Migrationsbewegungen sind nichts gegen die vorliegenden Prognosen. Was der Rat aber auch zum Ausdruck bringt ist, dass es noch nicht zu spät ist. Der sogenannte Kipppunkt ist noch nicht erreicht. Es gibt Hoffnung, wenn wir jetzt konsequent unsere Art zu Leben und zu Wirtschaften ändern“, macht Aldag deutlich.

Auf jeder Ebene kann etwas für die Artenvielfalt getan werden. „Jede und jeder von uns kann etwas dazu beitragen. Auch die Kommunen müssen mitziehen. Mehr städtisches Grün verbessert die Lebensqualität der Menschen und bietet wichtige Lebensräume und Nahrungsangebote für unsere Flora und Fauna. Vor allem muss die Flächenversiegelung dringend gestoppt werden“, fordert Aldag. 

„Auf Landesebene haben wir einige Vorschläge der Wissenschaft bereits angepackt. Das oft gegen erheblichen Gegenwind. Das stellt sich für mich immer wieder die Frage mit, wie viele Fakten noch dargelegt werden müssen und wie viele Arten noch aussterben müssen, damit endlich auf die Wissenschaft gehört und konsequent gehandelt wird “, so Aldag.

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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