Professionalisierung der Hebammen nach vorne gebracht

28.02.2019
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Der Landtag hat heute auf Bestreben der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, dass mindestens 20 Studienplätze für Hebammen ab 2020 in Sachsen-Anhalt angeboten wurden. Dafür wird es im nächsten Haushalt Geld eingestellt.

„Die Hebammen sind trotz hohem Sozialprestige in die Rolle der Assistentin gerutscht. Grund ist, dass der Hebammenberuf als fachschulische Ausbildung verortet ist. Dieser Beruf kreist bisher um das Zentrum der Ärzteschaft. Das darf und soll so nicht bleiben. Die anstehende Akademisierung der Hebammenausbildung wird deren Professionalisierung massiv nach vorne bringen“, sagte Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Grünen Landtagsfraktion.

„Damit verbinde ich das Ziel, die natürliche, also die interventionsarme Geburt, zu stärken und die Zahl der Kaiserschnitte zu senken. Der ärztliche Blick fokussiert auf Pathologien und nötigen Interventionen. Der Blick der Hebammen ist geleitet vom Verständnis der Geburt als natürlichen Vorgang, den es bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten gilt“, erklärte Lüddemann.

„Klar ist aber auch: es müssen perspektivisch mehr Plätze werden. Derzeit gibt es 40 Ausbildungsplätze im Land. Es wird geschätzt, dass in den nächsten Jahren 60 Hebammen pro Jahr in Rente gehen werden. Damit wird deutlich, dass 20 Studienplätze nicht ausreichen werden. Fehlende Hebammen sind eine Katastrophe“, so Lüddemann abschließend.

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Mathilde Lemesle
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Referentin für Pressearbeit und politische Kommunikation
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