Tag der Erinnerung – 18 Jahre nach dem Mord an Alberto Adriano: Klare Kante gegen Menschenfeinde zeigen

11.06.2018

In der Nacht des 11. Juni 2000 wurde Alberto Adriano von drei Neonazis im Dessauer Stadtpark zusammengeschlagen, er erlag drei Tage später seinen Verletzungen. In Dessau wurde heute an dem Mord an Adriano erinnert. „Wir erinnern an Alberto Adriano, stellvertretend für alle Opfer rechter Gewalt. Wir erinnern an Alberto Adriano, um klare Kante gegen Menschenfeinde zu zeigen. Erinnerungskultur ist, gerade in rechtspopulistischen Zeiten, wichtiger denn je“, sagte Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen beim Tag der Erinnerung.

 

„Adriano ist nicht nur zufällig gestorben, sondern weil er anders war. In diesem Fall anderer Hautfarbe. Und damit ist sein furchtbarer Tod ein Politikum. Er darf und muss betroffen machen. Er muss aber auch Ansporn sein, immer und überall wo wir sind und uns bewegen, für Frieden, Demokratie und Toleranz zu werben“, forderte Lüddemann.

 

„Wir sind hier, um uns an Adriano zu erinnern, aber auch, um Erinnerungskultur zu verteidigen. Zu verteidigen gegen Kräfte, die hier und an anderen Stellen die Vergangenheit umdeuten und sie für rechtes oder nationalistisches Gedankengut vereinnahmen. Wir selbst sind in Verantwortung, diesen Feinden der Demokratie die Stirn zu bieten und uns gegen Extremismus und Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu wehren.“

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit
0391 5604008