Beauftragter gegen Antisemitismus: Kampf gegen Antisemitismus ist eine Vollzeit-Aufgabe

08.11.2018


Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat angekündigt, einen Beauftragten des Landes für die Bekämpfung von Antisemitismus einzusetzen.

„Antisemitismus ist ein drängendes Problem. Das zeigen die antisemitischen Straftaten aber auch viele weitere Vorkommnisse, von denen Jüdinnen und Juden als Betroffene berichten. Auch die Leipziger Autoritarismus-Studie weist eine vergleichsweise hohe Zustimmungsrate zu antisemitischen Stereotypen auf. Über fünf Prozent der Ostdeutschen werden als manifeste Antisemiten ausgewiesen. Ein Wert, der zuletzt wieder angestiegen ist. Es ist deshalb gut, dass die Landesregierung aktiv werden will“, sagt Sebastian Striegel, innenpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Laut Ministerpräsident soll ein Referatsleiter in der Staatskanzlei diese Aufgabe übernehmen. „Ein leitender Mitarbeiter ist für viele Aufgaben verantwortlich. Der Kampf gegen Antisemitismus kann nicht nebenbei erledigt werden. Wir erwarten, dass die Landesregierung in Zusammenarbeit mit dem Landtag die Voraussetzungen für einen Antisemitismus-Beauftragten schafft, der sich mit ganzer Kraft und als eine bei den jüdischen Gemeinden anerkannte Person dieser wichtigen Aufgabe widmen kann.“

Ansprechpartnerin

Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Mathilde Lemesle
Referentin für Pressearbeit
0391 5604008