Mehr Solarenergie: Potenzial der Dächer der Landesliegenschaften nutzen

25.10.2018

In der heutigen Landtagssitzung ist die Nutzung der landeseigenen Gebäude und Liegenschaften für die Installation von Erneuerbare-Energien-Anlagen thematisiert worden. „Der Klimawandel erfordert eine sehr rasche Senkung der CO2-Emissionen. So ist auch das Flächenpotenzial der Landesliegenschaften zu nutzen. Es ist schlüssig, wenn die 3500 landeseigenen Gebäude nun noch einmal auf ihre technische und wirtschaftliche Eignung für eine Solarnutzung untersucht werden“, sagte Dorothea Frederking, energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Damit es schnell zur Umsetzung kommt, müssen für den landeseigenen Betrieb von Solaranlagen alle Hemmnisse, die sich aus dem Steuer- und Energierecht begründen, aus dem Weg geräumt werden. Denkbar ist die Gründung einer separaten Betreibergesellschaft, so wie es in Baden-Württemberg gemacht wurde. Die Flächen sollen auch Dritten zur Pacht zugänglich gemacht werden“, so Frederking.

Sie forderte neben der Nutzung erneuerbarer Energien auf, auch mit sinnlosen Energieverschwendungen aufzuhören, um das Klima zu schützen. Als Beispiel nannte sie, die Heizungen in Eingangsbereichen und Fluren herunterzudrehen, Fahrgemeinschaften zu bilden und öfter den ÖPNV zu nutzen. „Diese Maßnahmen werden oft ins Lächerliche gezogen, gerade weil sie so konkret und machbar sind. Viele wollen mit dem Klimaschutz nicht einmal ohne Komforteinbußen ernst machen, weil sie Angst haben, dass sie mit diesem ersten Schritt ihren Lebens- und Arbeitsstil grundsätzlich hinterfragen müssen. Doch wenn die Folgen des Klimawandels jetzt schon verheerend sind, kann Klimaschutz gar nicht so schlimm sein. 

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