Landesforstbetrieb: Wald mit Klimafolgen nicht allein lassen

29.10.2018


Stürme im letzten und in diesem Jahr, die lang anhaltende Dürre, Absterben der Neuanpflanzungen, Schädlinge und niedrige Holzpreise verursachen immense Schäden im Forst. Neben den negativen ökologischen Auswirkungen kommt es zu finanziellen Verlusten, sodass allein dem Landesforstbetrieb liquide Mittel in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro fehlen, die nun vom Land vorgeschossen werden sollen. Dorothea Frederking, für den Forst zuständige Abgeordnete der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt sieht einen großen Unterstützungsbedarf für den Wald und hält finanzielle Mittel für den Landesforstbetrieb für richtig.
 

„Der Klimawandel schlägt nun gnadenlos zu und seine massiven Kosten werden sichtbar. Der Forst gehört aktuell neben der Landwirtschaft zu den größten Leidtragenden. Wobei letztendlich auch die übrige Gesellschaft betroffen ist, denn die Bäume binden weniger klimaschädliches Kohlendioxid und filtern die Luft nicht mehr so gut. Mit den Folgen des Klimawandels dürfen wir den Wald nicht allein lassen. Eine Maßnahme, um die Wälder zukunftsfest zu machen, ist der vom Land geförderte Waldumbau. Mehr Laubbäume helfen, dass Wälder gerade bei Stürmen standfester werden. Die Forstwirtschaft sollte sich dieser Aufgabe stellen und muss dabei selbstverständlich die standortspezifischen Gegebenheiten berücksichtigen.“
 

„Im Auftrag des Landes wird die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt weitere Klimaanpassungsmaßnahmen vorschlagen.“
 

„Es muss aber auch klar sein, dass sich die Natur nicht überall wird erholen können. Die Forstwirtschaft muss dieses Problem anerkennen und wird ganz neue Wege gehen müssen. Wenn man nur an die Versorgung der Bäume mit Wasser denkt, wird zukünftig in einigen Gebieten ein aufwendiger menschlicher Eingriff erforderlich, wo früher die Natur alles allein gemacht hat.“
 

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