Glyphosat: Trotz Alternativen bleibt gefährliches Totalherbizid erlaubt

24.11.2017

Im Berufungsausschuss der EU-Mitgliedstaaten wurde mit Zustimmung von Deutschland das umstrittene Totalherbizid Glyphosat für fünf weitere Jahre zugelassen. „Die Weiterzulassung ist ein Skandal, denn es gibt längst Alternativen. Es gibt praxistaugliche Lösungen wie die mechanische Unkrautbekämpfung oder umfangreiche Fruchtfolgen. Die ökologische Landwirtschaft macht das erfolgreich vor“, sagt Dorothea Frederking, agrarpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Glyphosat tötet als Totalherbizid gnadenlos alle Pflanzen und vernichtet damit auch Lebensräume für die Tiere insbesondere die Insekten. Der Artenschwund ist dramatisch“, macht Frederking deutlich.

Sie führt fort: „Für den Erhalt und die Verbesserung der Artenvielfalt muss sich die heute übliche Form der Landwirtschaft entscheidend ändern. Der damit verbundene Mehraufwand muss den landwirtschaftlichen Betrieben bezahlt werden. Wir sehen in einer transparenten Kennzeichnung von Lebensmittel einen guten Weg, um die Zahlungsbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhöhen.“

„Mit seinem Alleingang hat CSU-Bundeslandwirtschaft Schmidt die Weisungslage missachtet und die SPD-Umweltministerin Hendricks vor den Kopf gestoßen. Damit schadet er nicht nur der Umwelt, den Menschen und Tieren, sondern auch Deutschland."


Foto: Eigene Aufnahme
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