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Bildung und Wissenschaft

Bildung und Wissenschaft

Bildung und Wissenschaft

Bildung ist die grundlegende Voraussetzung zur persönlichen Entfaltung des Menschen. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist Bildungspolitik daher die zentrale Gerechtigkeitsfrage unserer Gesellschaft. Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind Investitionen in Bildung zentrale Zukunftsinvestitionen. Bildung ist darüber hinaus ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Demokratie sowie zum wirtschaftlichen Erfolg des einzelnen Menschen sowie unseres Landes. Bildung ist dabei ein lebenslanger Prozess: Denn Bildung beginnt in der Kita und umschließt Hochschulen ebenso wie das Lebenslange Lernen.

Situation an Hochschulen verbessern

Der Aufbau einer leistungsfähigen Hochschulbildung und -forschung ist ein zentrales Element unserer Zukunftspolitik für Sachsen-Anhalt. Die Realisierung dieses Vorhabens setzt voraus, dass die Unterfinanzierung der Hochschulen überwunden und stärker als bisher in die Hochschulbildung investiert wird. Überfüllte Hörsäle sind zu vermeiden. Eine bessere Betreuung soll die hohe Anzahl der Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher reduzieren. Die Frage der Gerechtigkeit gilt für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auch an Hochschulen: Der Entdemokratisierung von Hochschulen will die Fraktion durch eine gleichberechtigte und demokratische Partizipation aller Gruppen entgegenwirken. Studiengebühren in jeder Form lehnen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ab, da sie potentiellen Studierenden aus bildungsfernen Schichten den Zugang zur universitären Bildung versperren.  Die Grundfinanzierung der Hochschulen muss drittmittelunabhängige Forschung in stärkerem Maße als bisher ermöglichen, um keine einseitigen Abhängigkeiten der Hochschulen von DrittmittelgeberInnen Vorschub zu leisten.

Nachhaltige Reform des Bildungssystems

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für eine nachhaltige Reform des dreigliedrigen Bildungssystems ein. Dabei sind zwei Ziele wichtig: die Verwirklichung von Bildungsgerechtigkeit und die Verbesserung der Qualität von Bildung und Lernprozessen in den Schulen. 

Um Bildungsgerechtigkeit herzustellen, fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den systematischen Ausbau von ganztägigen Gemeinschaftsschulen, die sich zu sozialen und kulturellen Zentren vor Ort entwickeln können. Gemeinschaftsschulen können aus bereits existierenden Schulen heraus entstehen und unterschiedliche Profile und Schwerpunkte setzen. Um eine solche Schulumwandlung soll vor Ort entschieden werden. Durch den ganztägigen Unterricht werden gezielt besondere Fähigkeiten gefördert, Schwächen ausgeglichen und Wissenslücken geschlossen.    

Einen ersten Schritt zur Realisierung von Bildungsgerechtigkeit erzielten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bereits. Durch eine  Initiative der bündnisgrünen Fraktion verliert die Schullaufbahnempfehlung zum Schuljahr 2012/2013 ihren verbindlichen Charakter. Nach der neuen Regelung können Eltern eigenverantwortlich entscheiden, welche Schule ihr Kind nach der vierten Klasse besuchen soll. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit. So wird künftig verhindert, dass Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer ethnischen oder sozialen Herkunft oder ihres Geschlechts von der Teilhabe ausgeschlossen werden.

Um die Verbesserung der Qualität von Bildung zu realisieren, setzen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für ein neues Lernklima in unseren Schulen ein. Individuelle Förderung und persönliche Entfaltung sollen im Mittelpunkt des Lernprozesses stehen. Ziel ist es, eine gute Bildung für alle von Anfang zu gewährleisten. Dies wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN durch die Stärkung des Bildungsauftrags in den Kitas und den landesweiten Ausbau von ganztätigen Gemeinschaftsschulen mit mehr Zeit für Lern- und Entwicklungsprozesse erreichen. Hier wird eine neue Lernkultur gelebt, die auf jedes Kind individuell eingeht und das Lernen voneinander ermöglicht.

Eine gute Aus- und Fortbildung der LehrerInnen ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Verbesserung der Qualität von Bildung. Daher fordern BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN die Ausbildung der LehrerInnen stärker an die Herausforderungen in den Schulen anzupassen. Die Ausbildung muss der steigenden Unterschiedlichkeit im Klassenzimmer gerecht werden und auf Inklusion vorbereiten. Außerdem müssen die erste und zweite Phase der Lehramtsausbildung stärker miteinander verzahnt werden.

Wichtige Dokumente

- Positionspapier: "Ausbildung für Alle"

-Positionspapier: "Qualitätsoffensive für die frühkindliche Bildung starten"

Qualitätsoffensive für die frühkindliche Bildung starten.“

Qualitätsoffensive für die frühkindliche Bildung starten.“

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Ihre Abgeordneten

Wolfgang Aldag
Wolfgang Aldag
Sprecher für Klima-, Natur- und Umweltschutz, Bildung sowie Kultur

0391-5604023
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Olaf Meister
Olaf Meister
Sprecher für Haushalt und Finanzen, Politik für Kommunen, Wirtschaft, Tourismus, Hochschulpolitik und Wissenschaft
0391-5604017
Themengebiete:

ReferentIn

Johanna Sannecke
Johanna Sannecke
Johanna Sannecke
Referentin für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Petitionen
0391 5604023

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Weitere Informationen

Ausbildung für Alle (Positionspapier)
Qualitätsoffensive für die frühkindliche Bildung starten (Positionspapier)

Broschüren und Flyer