Neue Gentechnik bleibt Gentechnik - Vorsorge und Wahlfreiheit gesichert

 

Unsere Position zu neuen Gentechnik-Methoden wie CRISPR/Cas9 an Pflanzen

 

CRISPR/Cas9 ist die bekannteste der neuen Gentechnik-Methoden und wird oft genannt, wenn es um Verfahren geht, bei denen mit enzymatischen Genscheren das Erbgut zielgenau geschnitten wird. Entweder entsteht eine Genveränderung durch den Reparaturvorgang oder durch das Entfernen oder Einsetzen von DNA-Abschnitten. 

 

Die neuen Methoden versprechen das, was schon bei der bisherigen Gentechnik seit rund 30 Jahren versprochen und aufgrund der Konzerninteressen nicht eingehalten wurde.

  • Kein Beitrag zur Hungerbekämpfung, denn gentechnisch veränderte Pflanzen wie Soja und Mais landen in den Mägen von Tieren und nicht von hungernden Menschen
  • Die versprochenen hitze, - salz - und trocken-toleranten Pflanzen wurden nicht entwickelt
  • Stattdessen oft erhöhter Einsatz von Herbiziden und Insektiziden als Folge der Entwicklung von Super-Unkräutern und resistenten Schadinsekten
  • Weltweit sind Kleinbäuer*innen und landwirtschaftliche Betriebe von Saatgutkonzernen abhängig

 

Im Jahr 2018 hat der europäische Gerichtshof klargestellt, dass auch neue Verfahren zur Veränderung des Erbgutes als Gentechnik im Sinne der europäischen Gentechnik-Richtlinie zählen. Damit unterliegen auch diese Verfahren einer strengen Regulierung und müssen bei der Lebensmittelkennzeichnung erwähnt werden. Damit bleiben das Vorsorgeprinzip und die Wahlfreiheit für Verbraucherinnen und Verbraucher gewährleistet. 

 

Forschung und Entwicklung mit den neuen Gentechnik-Methoden sind nicht verboten. Doch so kreierte Pflanzen unterliegen strengen Prüfungen, strengen Regeln für ihre Freisetzungsversuche und ihre Zulassungen sowie einer Kennzeichnungspflicht. Wir setzen uns dafür, dass das so bleibt.

 

Weitere Ausführungen zu unserer Position finden Sie hier.