Strukturwandel konkret


Welche Perspektiven hat der Burgenlandkreis durch die Rohstoffherstellung aus Wind- und Sonnenstrom?
 

Rohstoffe aus Wind- und Sonnenstrom. Das klingt ungewöhnlich – ist aber möglich. Mit Strom und Wasser kann tatsächlich Gas hergestellt werden, und zwar Wasserstoff. Und der kann vielfältig eingesetzt werden: Durch Einspeisung ins Erdgasnetz, in Brennstoffzellen zum Autofahren oder als ein Grundstoff zur Herstellung von Kunststoffen zum Beispiel für die Tastatur vor unserem Rechner. Die Energiewende geht Hand in Hand mit der Chemieindustrie.
 

Emissionsarm und klimaschonend hergestellte Produkte eröffnen neue Geschäftsfelder, die gerade den Strukturwandel im südlichen Sachsen-Anhalt zum Erfolg führen können. Denn Sachsen-Anhalt will die Braunkohle-Verbrennung in etwa 20 Jahren beenden. So müssen die fossilen Ressourcen durch erneuerbare Energien und der Verlust von rund 2.000 Arbeitsplätzen durch zukunftsfähige Beschäftigung ersetzt werden.
 

Die Umwandlung von regenerativem Strom in chemische Energieträger wie Wasserstoff oder Methan löst gleichzeitig die Frage der Energiespeicherung. Damit stehen die erneuerbaren Energien zu jeder Zeit für die Versorgung mit Strom, Wärme und Mobilität zuverlässig zur Verfügung.


Zeit und Ort:

Montag, 11. Dezember 2017
18:00 Uhr Einlass & Imbiss
19:00 bis 21:00 Uhr Vorträge & Diskussion
Weißenfels, Gasthof „Stadt Weißenfels“, Merseburger Str. 67


Bei der Veranstaltung werden die Perspektiven der regenerativ hergestellten Rohstoffe erläutert und anschließend diskutiert.
Mit dabei sind: 
 

  • Dorothea Frederking MdL | Stellv. Fraktionsvorsitzende & Sprecherin für Energiepolitik
    Einleitung und Moderation
     
  • Prof. Dr.-Ing. Mathias Seitz | Verfahrenstechnik/Technische Reaktionsführung Hochschule Merseburg
    Vortrag: „Power-to-chemicals“ - Chancen für die Produktion von chemischen Grundstoffen aus erneuerbaren Energien.
     
  • Ina Adler | ONTRAS Gastransport GmbH | Leiterin Energiepolitik und Unternehmenskommunikation
    Vortrag: Aufbau einer Green Gas-Infrastruktur – Potenziale von „Power-to-Gas“ zur Energieversorgung und zur Speicherung
     

Prof. Mathias Seitz wird auf den Standortvorteil Sachsen-Anhalts durch die Chemieindustrie und die Chancen und Konkurrenzfähigkeit von Produkten mit kleinem CO2-Rucksack eingehen. Ina Adler wird über die Erfahrungen zur Aufnahme von Wasserstoff im Ferngasnetz in Ostdeutschland, die Nutzungsmöglichkeiten des Gases und den Wert der Gasinfrastruktur berichten. Im Anschluss diskutieren wir über eine gerechte Strukturentwicklung im Burgenlandkreis.
 

Einladung als pdf-Datei zum Download