Nach Meldung von MDR Sachsen-Anhalt spricht sich Anhalt-Bitterfelds Vize-Landrat Bernhard Böddeker dafür aus, dass im Landkreis Anhalt-Bitterfeld Flüchtlinge zukünftig nur noch dezentral in Wohnungen untergebracht werden sollen. Dazu erklärt Sören Herbst, migrationspolitische Sprecher der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

 

„Die Entscheidung kommt spät, denn in Friedersdorf und Marke sind Menschen schon seit langer Zeit unter nicht hinnehmbaren Bedingungen untergebracht. Dennoch ist die Entscheidung sehr zu begrüßen und sollte Beispiel für andere Landkreise sein. Sie zeigt auch: wer sich regt, kann etwas erreichen. Nicht zuletzt dem aufrechten Protest der Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung in Friedersdorf, der in einem wochenlangen Hungerstreik in Bitterfeld mündete, ist es zu verdanken, dass die Verwaltung zum Handeln gebracht wurde.“

 

„Nun kommt es darauf an, dass die Entscheidung zügig und handwerklich gut umgesetzt wird. So müssen die Sammeleinrichtungen in Friedersdorf und Marke vollständig aufgelöst werden. Eine einfache Umdeklarierung einer Sammeleinrichtung zu Wohnungen, wie beim Beispiel Vockerode, darf nicht erfolgen. Vielmehr sind in Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Wohnungseigentümern Lösungen zu suchen, die sich an den Bedürfnissen der Betroffenen orientieren. Laut der Pressestelle der Landkreisverwaltung sind die Kommunen und Wohnungsgesellschaften im Landkreis dabei kooperationsbereit, was mich hoffnungsvoll stimmt.“

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Pressesprecher

Udo Mechenich
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